Eine Wirtschaftsauskunft können Sie bei einer Auskunftei kaufen oder aus öffentlichen Quellen selbst zusammenstellen. Die Quellen sind kostenlos, eine vollständige Bonitätsauskunft nicht.
Eine Wirtschaftsauskunft beantwortet vor einem Geschäft eine einfache Frage: Kann ich diesem Unternehmen vertrauen? Es gibt dafür mehrere Wege, mit sehr unterschiedlichen Kosten.
Eine Wirtschaftsauskunft ist ein Bericht über die wirtschaftliche Lage und das Zahlungsverhalten eines Unternehmens. Typische Inhalte sind Rechtsform, Gesellschafter und Geschäftsführung, Unternehmensentwicklung, Zahlungsweise und eine Bewertung der Bonität. Sie dient dazu, das Risiko bei Lieferungen auf Rechnung, Verträgen oder Krediten besser einzuschätzen.
Wirtschaftsauskunfteien wie Creditreform sammeln wirtschaftliche Daten und verkaufen Auskünfte. Sie liefern meist eine Bonitätseinstufung auf Basis eigener Erfahrungsdaten. Dafür müssen Sie in der Regel ein berechtigtes Interesse darlegen, etwa die Anbahnung eines Geschäfts, die Vergabe eines Zahlungsziels oder eine offene Forderung. Das ergibt sich aus dem Datenschutzrecht. Die Preise unterscheiden sich je nach Anbieter und Umfang, fragen Sie sie dort ab.
Viele Grundinformationen sind frei verfügbar und kostenlos:
Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme. Es zeigt die Fakten, aber kein Zahlungsverhalten, wie es eine Auskunftei aus ihren Daten ableitet.
Eine KI-Tiefensuche wie bei Firmenauskunft Online macht Weg 2 schneller. Sie sucht die frei im Internet verfügbaren Informationen zu einem Unternehmen, bündelt sie und fasst sie in einem Bericht zusammen. Das ersetzt keine Bonitätsauskunft einer Auskunftei, spart aber Zeit bei der ersten Einschätzung.
Eine vollständige Bonitätsauskunft mit Zahlungsverhalten ist nicht kostenlos. Kostenlos sind die öffentlichen Quellen. Für die erste Prüfung eines neuen Geschäftspartners reicht das oft, bei hohen Auftragssummen sollten Sie zusätzlich eine Auskunft einholen. Mit dem Bonitäts-Selfcheck können Sie außerdem die eigene Bonität grob einschätzen.
Ein neuer Kunde bestellt Ware für 12.000 € und möchte in 30 Tagen zahlen. Zuerst prüfen Sie die kostenlosen Quellen: Gibt es die Firma im Handelsregister, passt das Impressum, gibt es eine Insolvenzbekanntmachung, wurden Jahresabschlüsse veröffentlicht? Wirkt alles stimmig, aber Sie haben kein Bild vom Zahlungsverhalten, kann bei dieser Summe eine Auskunft bei einer Auskunftei sinnvoll sein. Alternativ vereinbaren Sie eine Anzahlung oder liefern gegen Vorkasse. Das senkt das Risiko ohne Auskunft.
Die Firmenrecherche liefert die öffentlich verfügbaren Informationen gebündelt: Handelsregisterdaten, Geschäftsführung, Finanzdaten, Beteiligungen und Netzwerk. Als Grundlage für Ihre Entscheidung, nicht als Ersatz für eine Bonitätsauskunft.
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Stand: Oktober 2026.
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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Ratgeber dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Im Zweifelsfall ziehen Sie bitte einen Rechtsanwalt oder Steuerberater zu Rate.
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