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Verzugszinsen-Rechner

Berechnen Sie Verzugszinsen nach § 288 BGB – mit aktuellem Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank.

Verzugszinsen berechnen

Ab diesem Datum beginnt der Verzug
Tatsächlicher oder geplanter Zahlungstag
Aktuell (seit 01.01.2025): 2,27 %. Wird halbjährlich von der Bundesbank angepasst.
Ergebnis
Verzugstage
Angewandter Zinssatz
Forderungsbetrag
Verzugszinsen
Gesamtforderung
Hinweis: Zusätzlich zu den Verzugszinsen steht dem Gläubiger bei B2B-Geschäften eine Verzugspauschale von 40 € zu (§ 288 Abs. 5 BGB). Weitere Schadensersatzansprüche bleiben davon unberührt.

Was sind Verzugszinsen?

Verzugszinsen sind Zinsen, die der Schuldner zahlen muss, wenn er eine fällige Geldschuld nicht rechtzeitig begleicht. Sie dienen als pauschaler Schadensersatz für den Gläubiger und sind in § 288 BGB gesetzlich geregelt.

Gesetzliche Grundlagen

Wann gerät der Schuldner in Verzug?

Höhe der Verzugszinsen (§ 288 BGB)

Verbrauchergeschäfte (B2C): Basiszinssatz + 5 Prozentpunkte

Handelsgeschäfte (B2B): Basiszinssatz + 9 Prozentpunkte

Der Basiszinssatz

Der Basiszinssatz wird halbjährlich (zum 1. Januar und 1. Juli) von der Deutschen Bundesbank auf Basis des EZB-Leitzinses angepasst und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Aktuelle und vergangene Basiszinssätze

Berechnungsformel

Verzugszinsen = Forderungsbetrag × Zinssatz × Verzugstage / 365

Zusätzliche Ansprüche bei B2B

Neben den Verzugszinsen steht dem Gläubiger bei Geschäften zwischen Unternehmen eine Verzugspauschale von 40 € zu (§ 288 Abs. 5 BGB). Darüber hinaus können auch Mahnkosten, Inkassokosten und Rechtsanwaltskosten als Verzugsschaden geltend gemacht werden.

Häufige Fragen

Ab wann fallen Verzugszinsen an?
Verzugszinsen fallen ab dem Tag an, an dem der Schuldner in Verzug gerät. Das ist normalerweise der Tag nach dem Fälligkeitsdatum oder nach Zugang einer Mahnung. Bei Unternehmen tritt der Verzug automatisch 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang ein.
Muss ich vorher mahnen?
Nicht immer. Bei einem vertraglich vereinbarten Zahlungstermin (z. B. „zahlbar bis 15.03.") gerät der Schuldner automatisch in Verzug. Bei Verbrauchern muss in der Rechnung auf die 30-Tage-Regelung hingewiesen werden.
Was ist der Unterschied zwischen Basiszins + 5 % und + 9 %?
Basiszins + 5 Prozentpunkte gilt für Geschäfte mit Verbrauchern (B2C). Basiszins + 9 Prozentpunkte gilt für Geschäfte zwischen Unternehmen (B2B). Der höhere Satz bei B2B soll Unternehmen stärker motivieren, pünktlich zu zahlen.
Kann ich höhere Verzugszinsen vereinbaren?
Ja, die gesetzlichen Verzugszinsen sind Mindestsätze. Vertraglich können höhere Zinsen vereinbart werden, allerdings sind unangemessen hohe Zinsen unwirksam (§ 138 BGB). Umgekehrt kann der gesetzliche Anspruch nicht zulasten des Gläubigers ausgeschlossen werden.

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Dieses Tool dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Im Zweifelsfall ziehen Sie bitte einen Rechtsanwalt oder Steuerberater zu Rate.

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